Herbstferien

Da wir ja diesen Sommer keinen gemeinsamen Sommerurlaub hatten, beschlossen wir, den schnöden Mammon nicht als wichtig einzustufen und so sind wir noch mal alle zusammen (Dani, Loth, Henri, Bruno und Lea) nach Sardinien aufgebrochen. Nach einer insgesamt 9 1/2 stündigen Anreise (Bahn, Flugzeug, Mietwagen) sind wir an unserem Domizil angekommen und genießen den Blick von ‚unserem‘ Balkon auf’s Meer.

Erkundung der näheren Umgebung

Nachdem wir uns etwas heimisch in unserer Ferienwohnung in Cala Liberotto eingerichtet haben, sind Dani und ich mal losgegangen, um die nähere Gegend zu erkunden. Nach einem Grundeinkauf und Mittagessen in einem sehr guten Restaurant ca. 200 Meter von unserer Wohnung waren Dani und die Kinder noch am Strand, wo Henri seine neu angeeigneten Volleyball-Künste zeigte. Der lange Schlafentzug forderte dann doch seinen Tribut und wir waren alle früh im Bett.

Der erste Ausflug

Am Sonntag fuhren wir alle zur Grotta di Ispinigoli. Eine unfassbare Tropfsteinhöhle, in der es einen nicht wundern würde, wenn Zwerge und Kobolde auf einmal um die Ecke kommen würden. Eigentlich erwartet man es eher.

Zu Café und Eis fuhren wir dann über Serpentinen abwärts nach Cala Gonone. Unser Navi leitete uns danach über abenteuerliche Straßen, die diese Bezeichnung eigentlich nicht verdienen, zurück nach Cala Liberotto und einen schönen Abend am Strand. Also wenn es eine Gegend gibt, in der SUVs ihre Berechtigung haben, dann ist es hier.

Abendbrot und ein wirklich lustiger Spieleabend auf dem Balkon beendeten unseren ersten kompletten Tag auf Sardinien.

Montag

Dani und ich sind zum Sonnenaufgang mit einem Café ans Meer gegangen und haben den Moment genossen. Die Kinder ließen wir schlafen und brachen zu einem kleinen Einkaufs-Ausflug auf. Wir besuchten eine Käserei und einen kleinen ‚Delikatessen‘ Laden, in denen wir uns mit diversen Köstlichkeiten für die Tage eindeckten. Auf dem Rückweg zog uns ein kleines Café auf dem Marktplatz von Irgoli magisch an und wir genossen bei Cappuccino, Latte Macchiato und Sonne den Beginn des Tages. Zurück in der Wohnung wurden die Einkäufe beim Frühstück sofort getestet. Den Tag verbrachte jeder etwas für sich und abends machten wir noch einen Spaziergang am Leuchtturm von Capo Comino; potthässlicher Leuchtturm in traumhafter Gegend.

Uffreschung

Heute Morgen sind Henri und Bruno zur Auffrischung ihre CoVid Tests zur Apotheke gefahren. Währendessen kam ein leiser Ruf von Dani aus dem Bad: „Das Schloss der Tür geht nicht mehr auf!“ Der Versuch, die Tür per Schlüssel zu öffnen war bei keinem von Erfolg gekrönt und während Dani und ich (jeweils von der anderen Seite) versuchten, die Badtür doch irgendwie zur Öffnung zu überreden, kam Brunos Anruf mit der Mitteilung, dass Henri keinen Coronatest benötigt und für Brunos Test ein Erwachsener anwesend sein muss. Also Dani im Bad gelassen, ins Auto gesetzt und gen Apotheke gefahren. Auf halbem Weg kam mir Henri entgegen. Kurze Frage: „Alles klar, Henri?“; „Ja, alles klar!“ (was sich bald als Irrtum rausstellen sollte). Bei Bruno angekommen, warteten wir geduldig, bis wir an der Reihe waren. Dani wurde mittlerweile von einem herbeigerufenen Schlüsseldienst befreit. Kurze Nachricht von Dani: „Henri findet den Weg nach Hause nicht.“ Anruf auf Henris Handy zwecklos, da der Grundgedanke eines Telefons in diese Gören nicht reinzukriegen ist. Irgendwann stand Henri wieder bei uns an der Apotheke, wo Bruno und ich auf das Ergebnis des Tests warteten, da Italien (man glaubt es kaum) noch schlechter digitalisiert ist als Deutschland. Irgendwann waren wir alle wieder vereint in der Küche der Ferienwohnung. Da wäre eigentlich schon Zeit für den ersten Schnaps gewesen.

Wir tranken keinen Schnaps, sondern fuhren nach Orosei um einen Spaziergang zu machen. Der vor uns liegende, fast leere Strand ließ uns aber dann doch die Pläne ändern und wir gingen mal schön ins Meer baden. Ein Mittagessen in einer Strandbar und Dani und ich holten den Spaziergang dann nach, während die Kinder die Stellung am Strand hielten.

Bootstour

Heute fuhren wir nochmal nach Cala Gonone. Hier haben wir uns ein Boot gemietet, um zu Stränden zu kommen, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind. Traumhafte Strände mit türkisblauem Wasser in einer urigen Steilküste . . . einmalig schön. Nur der Kiesstrand ist ohne Badeschuhe nicht so leicht zu ertragen. Nun sind wir nach Hause gefahren, die Kinder ‚chillen‘ in der Wohnung und Dani und ich sitzen mit Vino und Panini an einem kleinen Straßencafé.

Abschluß am Strand

Heute sind wir nirgends hin gefahren, sondern haben den Tag am ‚Hausstrand‘ genossen. Dort gibt es Strandliegen und das Meer hat für unseren Urlaubsabschluss noch mal alles gegeben und uns schöne Wellen geschenkt, in denen wir viel Spaß hatten.

Heimreise

Wir sind gerade am Flughafen Olbia und warten auf unseren Rückflug, der um 15:35 Uhr beginnen soll. Heute Morgen frühstückten wir noch ganz in Ruhe, packten und fuhren Richtung Olbia. Hier gaben wir den Mietwagen ab und warten nun auf den Flug. Natürlich haben wir hier auch noch Gelnhäuser getroffen . . . ist doch klar. 😁

Und deheem

Nach einem schönen Flug bei bestem Wetter (über den Wolken) sind wir gut mit der Bahn an den Hauptbahnhof Frankfurt gekommen. Dort war ein kleines Verspätungs- und Logistikchaos aber auch das wurde gemeistert und wir sind wieder zu Hause. Danke an Julia für das Hinstellen des Autos und die Sektüberraschung auf dem Fahrersitz. 😘

Ganz schön kalt hier. 🥶